Am 16.11.2025 fand in Mittergars die Gaumeisterschaft Halle des Schützengaus Wasserburg-Haag statt – und wer nicht dabei war, hat eindeutig etwas verpasst. Ganze 26 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, verteilt auf drei Generationen, fanden ihren Weg an die Schießlinie. Tendenz: stark steigend. Offenbar spricht sich herum, dass die Mittergarser Bogenschützen nicht nur treffen können, sondern auch wissen, wie man eine Superveranstaltung auf die Beine stellt.
Vorbereitung – oder: „Wo ist mein Bogen?“
Einige Athleten waren toptrainiert, hochkonzentriert und bereit für Bestleistungen.
Andere hingegen nutzten die Tage vorm Wettbewerb für eine Art archäologische Grabung im eigenen Keller, um ihr Sportgerät rechtzeitig wiederzufinden.
(„Ah! Da ist der Bogen! Hinter der Werkzeugkiste, neben dem alten Raclette-Grill!“)
Nach erfolgreicher Entstaubung trafen schließlich Jung und Alt in der Schießhalle ein – die
dankenswerterweise von Rosalia und Josef Huber zur Verfügung gestellt wurde.
Die jüngste Teilnehmerin war 21 Jahre, der älteste Teilnehmer war 76 – und beide waren gleich motiviert, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen: Der eine wollte Meister werden, der andere beweisen, dass Erfahrung eben doch über Jugend siegt.
Der Wettkampf – 60 Pfeile, 18 Meter und keine Ausreden
Geschossen wurde in der Halle auf 18 Meter. Jeder Schütze hatte 60 Schüsse , aufgeteilt in 20 Serien zu je 3 Pfeilen – genug, damit wirklich jeder einmal zeigen konnte, was er kann… oder was er lieber nochmal trainiert hätte.
Dank der super Organisation unter der Leitung von Tom Arndt und Christine Hüfner lief alles völlig reibungslos.
Der Oberschiedsrichter Martin Jakel nickte zufrieden – er hatte nichts zu beanstanden, was manche Teilnehmer fast ein bisschen enttäuschte. Schließlich hatten einige extra kreative Ausreden vorbereitet, falls ein Pfeil ein Eigenleben entwickeln sollte. Aber: Keine Chance – alles lief vorbildlich.
Kulinarischer Höhepunkt – Gulaschsuppe und veganes Chili Nach dem letzten Pfeil gab es ein Highlight, das beinahe gefährlich nahe an einer zweiten Siegerehrung war:
Christine zauberte eine Gulaschsuppe, das selbst hartgesottene Bogenschützen kurz sprachlos machte. Manche meinten sogar, sie würden dafür freiwillig noch einmal 60 Pfeile schießen.
Siegerehrung – Mittergars ganz vorne dabei
Am Abend wurden die Sieger aller Klassen ausgezeichnet. Besonders erwähnenswert:
Erste Plätze für Mittergars:
– Michael Beckmann
– Thomas Arndt
– Christine Hüfner
und Zweite Plätze:
– Alex Pavuna
– Karsten Wollgast
Nach der Siegerehrung wurde die angefachte Expertise des Tages bei dem ein oder anderen „Erfrischungsgetränk“ vertieft.
Zunächst war der Austausch noch hochfachlich – später wurde er zunehmend gemütlich, herzlich und teilweise philosophisch:
„Wenn ein Pfeil im Zielbaum landet, obwohl da keiner steht – ist das dann Kunst?“
Fazit: Die Gau ist und bleibt eine erstklassige Institution, in der sich Jung und Alt fair, sportlich und mit einer guten Portion Humor im Bogenschießen messen.
Mittergars hat einmal mehr gezeigt: Hier wird nicht nur geschossen – hier wird Gemeinschaft gelebt.
Auf Wiedersehen bei der Gau 2026!4
Christof Palmer
