40 Jahre Seniorentreff Mittergars
Am Donnerstag, den 09.04. um 14 Uhr fand wie regelmäßig einmal im Monat der Seniorennachmittag statt. Doch diesesmal war es ein ganz besonderer Tag, denn der Seniorentreff feierte seinen 40. Geburtstag.
1986, ist beim damaligen Frauenbund die Idee gereift, dass man doch die Senioren, einmal im Monat, zu einem Treffen einladen könnte, wo sie in der Gemeinschaft ein paar nette gemütliche Stunden verbringen könnten. Die Damen wollten älteren Menschen, die alleine sind oder auch älteren Paaren, etwas Abwechslung und Gesellschaft anbieten. Gesagt, getan – der Umsetzung stand nichts mehr im Wege, schnell erklärten sich Mainusch Caroline, Schambeck Kathi, Ziegelgänsberger Regine und Trautbeck Renate bereit Theorie in Praxis umzusetzen. So wurden alle Senioren/innen aus Mittergars und Umgebung jeden 2. Montag eingeladen, sich im Mittergarser Pfarrheim zu treffen, dort wurden sie mit Kaffee und selbstgebackenen Kuchen, Getränken und am Schluß noch einer Brotzeit bestens versorgt.
Auch der Fasching kommt und kam nie zu kurz und in der Adventszeit wird und wurde der Seniorentreff immer mit Weihnachtlicher Musik, Geschichten und weihnachtlichem Gebäck organisiert, sowie einem kleinen Geschenk. Im Sommer „wollten’s diam a amoi fuat fahrn“, da wurde dann ein Ausflug geplant, wo die Senioren mit dem Bus in dieser netten Gruppe gemeinsam viele schöne Orte anschauen durften auch das machen sie bis heute immer wieder mal.
Sehr lange haben Caro, Kathi, Regine und Renate die Senioren begleitet, ebenso haben die 2 Nachfolgerinnen Sachenbacher Anneliese und Hubl Siglinde diese Idee bis heute weiter getragen und vom Aufhören ist noch lange nicht die Rede, denn die nächste Nachfolgerin ist mit Kobus Resi schon gefunden. An dieser Stelle möchte ich mich im Namen der Senioren und aller Mittergarser bei den Initiatorinnen ganz Herzlich für euer langjähriges Engagement und eure Mühe bedanken. Als unser Dorfhaus entstand zogen die Senioren zum Treffen in den Dorfsaal um, sonst änderte sich nix, nur der Treffpunkt war durch den Aufzug interessanter. Mittlerweile treffen sich die Mittergarser Senioren/innen jeden 2. Donnerstag im Schützenheim und werden dort von vielen hilfsbereiten Damen bewirtet und lecker bekocht und es gibt eine lange Liste mit freiwilligen Kuchenbäckerinnen die abwechselnd wunderbare Torten und Gebäcke zaubern und spendieren. Ein paar Mal im Jahr findet der Seniorentreff auch in einer Wirtschaft statt, wo sie es sich dann dort gut gehen lassen.
Schön, dass diese Möglichkeit damals geboren wurde und bis heute angeboten wird!
Danke an alle, die beim Seniorentreff zupacken und ihn möglich machen und auch Danke an alle Gäste die das Angebot gerne annehmen.
Aber nun genug geschrieben über die Historie des Seniorentreffs.
Am besagten Donnerstag durften die Gäste schon vor dem Eingang feierlich mit einem Sektempfang starten. Im schön dekorierten Schützenstüberl begrüßte Resi Kobus die Gäste, vor allem Herrn Bürgermeister Robert Otter, Pater Alois Stautner und Musiker Sepp Kobus. Eine Gedenkminute für alle verstorbenen Mitglieder, dieser Gruppe durfte selbstverständlich nicht fehlen, besonders für die ganz kürzlich von uns gegangene Rosmarie Späth.
Anschließend folgten Ansprachen von Herrn Otter und P. Stautner über Zusammenhalt, Hilfsbereitschaft, Vereinsleben und Miteinander.
Der Nachmittag ging klassisch weiter mit Kaffee und herrlichen Torten von fleißigen Frauen gebacken. „Da Kobus Sepp“ spielte dazwischen immer wieder auf und auch an eine ausgiebige Ratschpause wurde gedacht. Danach trug Anneliese Sachenbacher ihr selbstgeschriebenes Gedicht vor, über den Werdegang des Seniorentreffs. (Das ihr im Anschluß noch lesen dürft)
Ein weiterer Höhepunkt war eine lustige Tombola, bei der jeder einen Gewinn bekam, angefangen von Schlaftabletten für eine Traumreise, über eine Fliegenklatsche als Jagdausrüstung, bis hin zur Arbeitsschutzbekleidung einen Fingerhut. So ging es weiter, bis jeder unter großem Gelächter seinen kuriosen Preis hatte. Am Schluß kochte Köchin Anne noch ihre Kreation Schweinelendchen mit Bärlauchkruste in Zitronen-Senfsoße mit Nudeln und Gemüse auf, wofür sie viel Lob bekam.
Am Schluß bekam jeder Gast zur Erinnerung noch eine Flasche Sekt, Prosecco oder Sprizz mit nach Hause, die liebevoll mit selbstgemachten Etiketten dekoriert waren.
Ein Gruppenbild mit den letzten verbliebenen Anwesenden wurde natürlich auch noch gemacht.
Es war ein wunderschönes Fest und die Verantwortlichen Anneliese S., Sieglinde H. und Resi K. bekamen viel Lob für die Organisation dieses Jubiläums. Ein großer Dank gilt auch noch der Küche und dem Service, es hätte nicht besser laufen können.
Als ich gefragt wurde, ob ich den Bericht schreiben würde, habe ich nicht lange gezögert und es ist mir eine Ehre, da meine verstorbene Mama bei der Gründung beteiligt war und ich mich als Kind gerne daran erinnere, dass sie mich oft zu diesem Nachmittag mitgenommen hat und ich dort auch als Kind immer in bester Gesellschaft war und sehr viele schöne Momente mitnehmen konnte. „Es is einfach schee, wenn Generationen zsamhelfan und gern beinand san.“
Kathrin Gruber
Im Anhang ist noch das Gedicht von Anneliese Sachenbacher:
40 Jahre – is a lange Zeit
und genau deswegn feiern ma heit.
Geburtstog hot des Seniorentreffen
Und so an Tog derf ma net vergessn.
Beim Frauenbund is domois de Idee geborn,
mir solln was tun für unsre Seniorn.
Denn dene is a langweili dahoam,
und bsonders dene, de scho san alloan.
Und so ham se 4 Frauen gfunden
die sich Zeit gnomma ham a paar Stunden
und an Seniorennachmittag organisiert.
Dann hams gwart im Pfarrheim, wos passiert,
doch sche langsam sans dahermarschiert.
An Unterhoitung hots nia gfehlt
Sie ham diskutiert über Gott und de Welt.
Kaffee, Kucha und Würstl warn gebotn
Und so is da 2. Montag im Monat a fester Termin für alle worn.
Organisiert ham des domois die Caro und de Kathe,
dazu de Regine und de Trautbeck Renate.
Domois warns 4, de letztn Jahr bloß no zwoa,
aber des hot scho paßt, so vui is jetzt nimma zum toa.
Danoch warn man a a paar Jahr im Dorfsaal drom
do san ma uns oft vorkemma wia verlorn.
De Frauen links, de Männer rechts,
do war die Stimmung a oft sche schlecht.
Und jetz san mia im Schützenheim,
derfan 6 moi im Jahr do rein,
do is so gmiatlich und sche,
eigentlich mechat ma do immer rei geh.
Denn do bewirten uns die Schützendamen
kochan für uns de besten Sachan,
endlich gibt’s koane Wiener Würstl mehr,
sondern Fleisch und Gmias, des meng ma scho sehr.
De andern 6 x fahrn ma furt
5 x in a anders Lokal und 1 x mitm Sturz.
Außerdem dan vui freiwillige für uns imma Kucha bacha
Obstkuacha und Tortn, lauter leckere Sacha,
und da Kobus Sepp tuat im Fasching a Musi macha.
Ja und so san de Jahre verganga.
Zum Jubiläum heit ham mia uns was bsonders ausdenkt:
Es gibt nämlich Lose, und de a no gschenkt.
Jeder kriagt 1, und jeds is a Treffer, a Niatn is koans.
Mia hoffan, des gfreit eich und lustig is a
Aber koana derf schimpfa, wenn sei Preis is net rar.
Außerdem kriagt jeder no a Erinnerungsgeschenk mit
Von uns selbst künstlerisch gestaltet und dekoriert.
Es is a bunte Mischung, jeder nimmt se wos er mog
Und noch an guatn Essen klingt er aus, der heitige Tog.
Und i sog eich bloß oans, lossts ja net aus,
ihr soits net sitzn alloa zuhaus,
Es wern ja sowieso immer weniger, koaner wui kemma
Ihr miaßts einfach eire Nachbarn und Freunde mitnehma
kemmts a weiterhin, solangs hoit a bißl geht
damit der Seniorennachmittag a no weiterhin besteht.
